In einem kraftvollen Höhepunkt erhebt sich der Chor Bulgarian Voices Berlin, bestehend aus 16 Frauen, um archaische bulgarische Harmonien vorzutragen. Ihr polyphoner Gesang erfüllt den historischen Saal und schlägt eine klangliche Brücke zwischen dem Himmlischen und dem Materiellen. Die Stärke dieser kollektiven Stimmen spiegelt das Thema der mütterlichen Kraft wider und erdet die spirituelle Reise in einer gemeinschaftlichen, menschlichen Erfahrung.
Das Konzert findet im Rahmen der immersiven Ausstellungs- und Performancearbeit “Abimal” statt, die St. Elisabeth in einen Ort der inneren Einkehr verwandelt.
Im Kern ist Abimal ein Konzept, das die Schnittstelle von Minimalismus, Abstraktion und Expressionismus definiert. Dabei handelt es sich nicht um eine starre Definition, sondern um einen Begriff, der besagt, dass ein Kunstwerk erst im Auge und im Herzen des Betrachters vollendet wird. In diesem monumentalen Raum postuliert der Künstler Hamzah Shah, dass unsere Wahrnehmung durch unsere einzigartigen Lebenserfahrungen geprägt wird. So wird das Kunstwerk zu einer subjektiven, pluralen Wahrheit: eine Einladung an jeden Besucher, der eigenen Intuition zu vertrauen.
